Schiedsgerichte entscheiden, Potemkin schweigt

Die Vorgänge und Diskussionen rund um einen möglicherweise zur Kommunalwahl 2011 geplanten Konkurrenzantritt aus dem Umfeld der “Hannoverschen Linken” haben in den vergangenen Monaten die notwendige politische und organisatorische Neuausrichtung des Kreisverbandes überlagert und auch unsere Publikation über Gebühr wieder in die Kommentierung und Begleitung des örtlichen Politgeschehens gezwungen. Vor Ort ist dieser Konflikt weder durch die Beteiligten, den Kreisverband und schon gar nicht mittels öffentlicher Aufarbeitung in der Presse zu lösen. Aus diesem Grund wurde im Dezember 2009 von einigen örtlichen Genossen die Schiedskommission angerufen, um eine für alle Seiten rechtsverbindliche Lösung durch ein neutrales und für diesen Zweck vorgesehenes Gremium herbeizuführen. Die Redaktion von Potemkin hat sich begleitend dazu entschlossen während dieses Verfahrens alle Texte, die sich direkt mit dem strittigen Thema befassen, temporär zu entfernen. Das notwendige Schiedsgerichtsverfahren soll aus unserer Sicht unbeeinflusst von Veröffentlichungen in der Presse ablaufen. Dies ist allerdings ausdrücklich kein Eingeständnis eventueller Fehler unsererseits, sondern ein Zeichen des Respekts gegenüber den satzungsmässigen Rechten derer, die nun in diesem Schiedsverfahren stehen. Eine Sicht der Dinge, die wir auch gerne denen ins politische Stammbuch schreiben wollen, die in der Vergangenheit Veröffentlichungen unsererseits begrüsst und für eigene Zwecke instrumentalisiert haben, sich aber nun, da sich Potemkin zu Recht kritisch mit ihrem Handeln auseinandersetzen muss, lautstark über den schädlichen Einfluss unabhängiger Informationsmedien beklagen. Ein Blick in die heutige Presse vor Ort zeigt, welche Halbwertszeit derartige Lippenbekenntnisse einiger Protagonisten haben.
(mb)

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