Für ein visionäres Parteiprogramm

Wir haben uns vorgenommen ein Parteiprogramm zu entwerfen. Aber diskutieren wir konstruktiv über die Inhalte? Manchmal hat man der Eindruck, jeder der diversen Parteiflügel propagiert seine eigenen Vorstellungen mit vehementer Verbissenheit und lässt kein gutes Haar an den Vorstellungen Anderer, die scheinbar oder tatsächlich widersprechen.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach sich darüber klar zu werden was wir wollen. Wir haben die Vision einer menschlichen Gesellschaft, die gerecht, solidarisch und emanzipiert gestaltet ist. Diese Gesellschaft soll ein Gegenentwurf sein zum derzeitigen neoliberalen kapitalistischen System. Ich nenne diese Vision Sozialismus.

Elemente dieser Vision sind:

  • Demokratisierung der Arbeitswelt
    Das Eigentum an Produktionsmitteln wird von denen, die es geschaffen haben . den Arbeitnehmern . kontrolliert.
  • Das Geldwesen muss vergesellschaftet werden
    Das Geld ist ein Mittel zum Zweck. Die Zinswirtschaft muss überwunden werden. Mit Geld allein darf kein Geld verdient werden.
  • Ein solidarisches Bildungssystem
    Die Zukunft der Jugend darf nicht vom Geldbeutel oder von der Herkunft der Eltern abhängen.
  • Zukunftsicherung der Lebensvorsorge
    Renten, Krankenversicherung, Mobilität, Energie usw. gehören in öffentliche Hände und dürfen nicht aus Profitgier zur Disposition gestellt werden.
  • Keine deutschen Soldaten oder Waffen mehr ins Ausland, sondern eine aktive Friedenspolitik
  • und noch vieles mehr…

Diese Visionen, die uns verbinden, gehören in unser neues Parteiprogramm,

Diese Visionen sind das Ziel unserer Politik, aber wer die Illusion hat, dieses Ziel in kürzester Zeit zu erreichen, ist entweder weltfremd oder ein Revolutionär. Das ist der Knackpunkt, an dem wir uns entscheiden müssen. Wollen wir eine Revolution? (Wenn ja, sieht das schlecht aus, wenn nur ca. 2% der Bürger mitmachen.) Oder wollen wir weiterhin für Mehrheiten kämpfen, um so unsere Ziele zu erreichen.

Den Sozialismus kann man auch nicht eben mal so einführen und dann ist gut. Dafür braucht man keine Partei, sondern Revolutionswächter. Die bisherigen Versuche den Sozialismus von oben zu installieren sind nicht nur kläglich gescheitert, sondern haben die Menschen in Unfreiheit und Bevormundung geführt. Diese Irrwege hängen uns heute noch wie ein Joch am Hals.

Lasst uns in diesem heutigen System um Mehrheiten kämpfen, um unseren Visionen nah zu kommen. Das gehört auch in unser Parteiprogramm.

Ich bin überzeugt, dass das Grundgesetz der BRD unsere Visionen nicht nur zulässt sondern sogar fordert. Unsere Partei ist das Werkzeug zur Erreichung unserer Visionen.
(Karl-Anton Plass)

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