Aufbruch aus dem Osten

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung äusserte sich der Bundesgeschäftsführer der Partei Die Linke, Matthias Höhn, zu den Chancen der Sozialisten bei der kommenden Bundestagswahl im Herbst. Da sich die Partei, nach den Wahlniederlagen der letzten Monate, in einer Konsolidierungsphase befinde, möchte sich zumindest Höhn nicht auf ein mögliches Wahlergebnis festlegen. In 2009 hatte Die Linke 11,9% erreicht. Ein ähnliches Ergebnis hat zumindest der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi zuletzt ins Gespräch gebracht.

Dietmar Bartsch kritisierte in der Zeitung die inhaltliche Ausrichtung der Partei in Westdeutschland. “Bankenkrise und Spekulanten sind nicht die Themen, die den Bürgern besonders auf den Nägeln brennen, sondern eher steigende Energiepreise, explodierende Mieten oder marode Schulen”, so Bartsch weiter. In Niedersachsen, wo man vor wenigen Wochen mit 3,1% aus dem Landtag abgewählt worden ist, hatte man genau auf diese bundespolitischen Themen gesetzt.

Angesichts der Schwächen der westlichen Landesverbände müssten die ostdeutschen Länder nun helfen, das gegenwärtige Tief zu überwinden. “Ein neuer Aufbruch der Linken kann nur aus dem Osten kommen, weil dort die starken, erfolgreichen Landesverbände sind”, sagte Bartsch. In der aktuellsten Umfrage von Infratest-dimap kommt Die Linke auf bundesweit 7%. Sie erreicht 4% im Westen und 18% im Osten.
(mb)

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