Lafontaine denkt wieder nach

Oskar Lafontaine, derzeitiger Fraktionsvorsitzender im Saarland und ehemaliger Bundesvorsitzender der Linken, denkt über seine Kandidatur zur Bundestagswahl im Herbst nach. “Ich habe mich noch nicht entschieden.” Er traue sich aber zu, die Verantwortung zu übernehmen, zitiert ihn die “Saarbrücker Zeitung”.

Der aktuelle Bundesvorsitzende Bernd Riexinger freut sich nach eigenen Worten über jede Unterstützung Lafontaines im anstehenden Wahlkampf. Bis zur Aufstellung der saarländischen Landesliste im Mai werde Lafontaine sich entscheiden, so Riexinger weiter. In das bereits vorgestellte achtköpfige Spitzenteam könne er dann aber nicht mehr aufgenommen werden.

Angesichts des zuletzt zum Göttinger Parteitag im vergangenen Jahr offen ausgebrochenen Streites mit Gregor Gysi erscheint es ohnehin unwahrscheinlich, dass ein Bundestagskandidat Lafontaine sich in ein Team mit Gysi als Steuermann einbinden lassen würde. Lafontaine dürfte aber, wenn er denn kandidiert, ohnehin eine hervorgehobene Stellung im Wahlkampf einnehmen. Noch hervorgehobener sogar, falls Gysis politisches Ansehen durch die derzeitige Diskussion über seine Kontakte zur Stasi massiv beschädigt wird.
(mb)

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