Korschewsky bleibt im Amt

Der Landesvorsitzende der Thüringer Linken bleibt im Amt. Dies ist das Ergebnis des gestrigen Treffens der Landes- und Kreischefs und der Abgeordneten der Thüringer Linken. Bis zum regulären Ende seiner Amtszeit im November wird Knut Korschewsky die Sozialisten im Freistaat weiter führen. Nachdem die Wunschkandidatin für den Spitzenplatz zur Bundestagswahl, Birgit Klaubert, bei der Aufstellung der Landesliste durchgefallen war, gab es Rücktrittsforderungen in Richtung Korschewskys. Seine Kritiker konnten sich mit ihren Forderungen allerdings nicht durchsetzen. Die Gefahr nach einem Rückzug Korschewskys neben dem Bundestagswahlkampf auch noch eine Personaldebatte führen zu müssen erschien den versammelten Spitzenfunktionären der Partei wohl zu gross.
(mb)

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3 Responses to Korschewsky bleibt im Amt

  1. TWAK sagt:

    Ist doch ganz klar der kommunal Fürst möchte sein bischen Macht nicht teilen

  2. Hans-Georg sagt:

    Ein Beispiel : Die größten Bremser und Bedenkenträger gegen mehr direkte Demokratie innerhalb der Linken waren in M-V paradoxerweise nicht exLandesvorsitzender Bockhahn und Co. sondern Funktionäre auf Kreisebene und Basisgruppensprecher. Sie sind diejenigen die sich am meisten gegen die Direktwahl von Spitzenfunktionären zur Wehr setzen. “Wie soll das gehen ? Die Kosten,der Auffwand !? ” Jeder will sein Zipfelchen Macht behalten.

  3. Es sind die Vertrauenskrisen von Organisationen/Parteien, wo diese ihre innere Reformfähigkeit beweisen oder nicht beweisen. Der Satz von R.D.Precht, dass Parteien und deren Funktionäre zu oft die Verteidigung und den Ausbau ihrer Macht wichtiger erachten, als die Umsetzung ihrer Programme, erlebe ich jeden Tag neu. Auch heute. Und noch etwas: ich las es in einer Untersuchung der SPD: der heftigste Widerstand gegen mehr Partizipation kam nicht von oben, sondern von den Unterbezirksvorsitzenden. Sie sind oft der grösste Hemmschuh, wenn es gilt, neue Schritte zu gehen, solche die die Gesellschaft von der Organisation/Partei erwartet. Ich fürchte sehr, dies gilt nicht nur in der SPD.