Die Steuerbord-Piraten

Nicht nur sinkende Umfragewerte machen den Piraten zu schaffen. Weitaus mehr Schwierigkeiten bereiten schon seit der Gründung der Partei Mitglieder, die durch rechte Äusserungen auffallen. Jüngstes Beispiel dafür ist die Brühler Piratin Barbara Richter, die vor rund einer Woche auch Mitglied der ultrarechten Bürgerbewegung Pro Köln geworden ist. “Für mich passen Piraten und Pro Köln zusammen”, sagte Richter, die sich als eine Art rechter Flügel der Piraten wahr nimmt. Es gebe ihrer Meinung nach genauso viele “linkslastige” wie “rechtslastige” Piratenmitglieder.

Richter will sich zudem um eine Kandidatur für Pro Köln zur Kommunalwahl 2014 im Kölner Stadtrat bemühen. Ihr eigener Ortsverband will noch in dieser Woche ein Parteiausschlussverfahren über den Landesverband einleiten. “Wir lehnen jede Zusammenarbeit mit deren Mitgliedern ab und verurteilen eine solche aufs Schärfste”, sagte der Sprecher der Brühler Piraten im Bezug auf die Pro-Bewegung.

Mit Richter hat sich allerdings nicht der erste Freibeuter in NRW der Pro-Bewegung angeschlossen. Auch der ehemalige Sprecher des Kreisverbandes Köln, Oliver Wesemann, ist seit Anfang März Mitglied bei Pro Köln. Schon im Dezember 2012 erklärte auch der Duisburger Ex-Pirat Andreas Winkler, dass er bei der nächsten Kommunalwahl für die Pro-Bewegung kandidieren werde.
(mb)

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