Veranstaltungshinweis: Prof. Dr. Michael Krätke referiert in Hannover zum Thema der Renaissance des Genossenschaftswesens

Die Frage, ob die Rechtsform der handelnden betriebswirtschaftlichen Einheit eine Auswirkung auf ihr sozioökonomisches Handeln hat, gehört zu den interessanten Forschungsfeldern der Wirtschaftswissenschaften. Vor allem das gesellschaftliche Verlangen, demokratische Prozesse auf die Sphäre des Agierens wirtschaftlicher Akteure auszudehnen, hat immer wieder dazu geführt, dass das Genossenschaftswesen als Träger einer bürgerlichen Mitbestimmungskultur mit Wirkung auf wirtschaftliche Entscheidungen angesehen wurde. Eine Grundidee des Genossenschaftswesens ist dabei, dass jedes Mitglied unabhängig von der Höhe seiner Einlage nur eine Stimme hat. Prof. Dr. Krätke wirft in einer Veranstaltung der Friedrich Ebert Stiftung Niedersachsen die Frage auf, ob genau dieses Prinzip Ausgangspunkt einer wirtschaftsdemokratischen Gestaltungsperspektive sein kann, die in einem tragfähigen solidarischen Zukunftsmodell mündet.

Michael Krätke ist Professor für politische Ökonomie in Lancaster (England) und Mitherausgeber der spw. Sein Tätigkeitsschwerpunkt ist die Geschichte des Marxismus.

Die Veranstaltung findet am Freitag, den 22.3.2013 um 18.00 Uhr in der üstra-Remise (Goethestraße 19, 30169 Hannover) statt.
(jpsb)

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