Was hüpft da aus dem Zylinder: Die Linke Hannover bestimmt über den Wahlkreis 42

Im Kreisverband Hannover der Partei Die Linke tobt derzeit ein offener Machtkampf. Gerade seitens der sogenannten Reformlinken wird dabei das Visier eher selten geöffnet. So werden zwar alle möglichen Umsturzgedanken geschmiedet, wer aber statt der gestürzten Persönlichkeiten nun deren Stelle einnehmen soll, das ist eher geheime Verschlusssache. So auch im Kampf um den Direktwahlkreis zur Bundestagswahl in Hannover Süd.

Am gestrigen Sonntag wurde noch von Fares Rahabi, dem ehemaligen Mitarbeiter der Landtagsabgeordneten Christa Reichwaldt, die Stallorder ausgegeben, dass Heidrun Dittrich, die in diesem Wahlkreis ihr Büro unterhält, abgewählt werden soll. Er konnte aber leider nur einen Aufruf gegen die Genossin und nicht für eine Genossin versenden. Warum? Dem Reformlager gehen schlichtweg die Kandidaten aus.

Sigrid Leuschner, die mit einer Kandidatur in Verbindung gebracht wurde, soll nun kurzfristig dankend abgelehnt haben. Und auch der Regionsabgeordnete Stefan Müller war nicht bereit einzuspringen und sich für die Interessen Dritter verheizen zu lassen.

Am heutigen Abend wird nun wohl der ehemalige Fraktionsgeschäftsführer der Landtagsfraktion, Jörn-Jan Leidecker, den Mitgliedern als schmackhafter Nachfolger für Heidrun Dittrich präsentiert werden. Damit würde die Partei einem weiteren Hauptverantwortlichen für die Niederlage bei der Landtagswahl vom 20. Januar 2013 erneut eine Chance geben.

Wer Leidecker kennt, wird ihm kaum die Rolle des Straßenwahlkämpfers abnehmen. Noch weniger die Rolle des basisverbundenen Genossen, der immer auf Augenhöhe mit dem einfachen Mitglied agiert. Für den Verband wäre es wohl besser gewesen, dass Leidecker eine Anschlussverwendung in den Untiefen des politischen Apparats gefunden hätte. So muss er sich eine Trockenübung suchen, um überhaupt noch als politischer Akteur wahrgenommen zu werden und seine Bewerbung um einen zukünftigen politischen Arbeitsplatz mit einer möglichen Direktkandidatur aufhübschen.
(jpsb)

Dieser Beitrag wurde unter BTW 13, Hannover, Kommentar, LINKE, Niedersachsen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

One Response to Was hüpft da aus dem Zylinder: Die Linke Hannover bestimmt über den Wahlkreis 42

  1. Frank Forsch sagt:

    Nicht allein als hauptverantwortlicher war Jan Jörn Leidecker für die Wahlniederlage verantwortlich. Ehr sollte man auf vergangenes hervorgehend aus dem des Kreisverbandes des Landesverbandes und der Landtagsfraktion aber auch auf gegenwärtiges sowie aber auch die Darstellung über die Wahlplakate, die auf einer LVS vorgestellt wurden eben von dieser in einem Demokratischen Prozess beschlossen wurden, fokussieren. Dies einer Person zuzuschreiben die dies alles innerhalb von Monaten ins rechte Bild zu rücken hat kurz vor der Wahl sich den noch für eine öffentliche Verfehlung entschuldigen müsste übersteigt nun rein selbstverständlich jedem Kräfteeinsatz einer sich so selbst gewonnen Realität . Zählt so zu einem dem den gebildeten Gesamtausdruck welches über die Jahre entstand. Der gut treue Potemkin Leser vermag das nachzuvollziehen. Nicht aber der unbedarfte der hier kurz reinzäpt. Sigrid Leuschner vielleicht auch fehl beraten verzichtete eben auf eine Kandidatur. Den nicht nur die Linke vermag ihre abgesprungenen Parteimitglieder, siehe hier Michael Hans Höntsch, auch im Nachfeld dessen nicht nur mit Lob zu preisen.