Vorerst kein Gedenken an Stalinismus-Opfer

Die, auf Anregung der VVN/BDA, geplante Gedenktafel für linke Opfer des Stalinismus wird vorerst nicht an der Berliner Parteizentrale angebracht. Zuerst soll im Parteivorstand noch einmal umfassend über den bereits im Geschäftsführenden Parteivorstand gefassten Beschluss diskutiert werden. Strittig ist dabei vor allem, ob die Tafel am Karl-Liebknecht-Haus, der ehemaligen Zentrale der KPD, am richtigen Platz ist. Die geplante Gedenktafel wurde schon länger vom linken Parteiflügel kritisiert. Auf der Sitzung des Parteivorstandes am letzten Wochenende meldete nun Hans Modrow, der Vorsitzende des Ältestenrates und vorletzte Ministerpräsident der DDR, seine Kritik an. Die Frage, ob nicht der Friedhof Berlin-Friedrichsfelde mit der Gedenkstätte der Sozialisten der bessere Gedenkort sei, wäre noch nicht genügend ausdiskutiert. Die westdeutschen Vorstandsmitglieder Gehrcke, Dehm und Bierbaum, sowie die Partei- und Fraktionsvize Wagenknecht unterstützten daraufhin einen entsprechenden Beschluss. Über die Gedenktafel wird nun erst, aus terminlichen Gründen, nach der Bundestagswahl entschieden.
(mb)

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