Linke schrumpft auch im Wahljahr weiter

Auch in den ersten acht Monaten diesen Jahres setzte sich der Mitgliederschwund bei der Linken weiter fort. Nur noch insgesamt 62.543 Genossen trugen zum Stichtag am 31. August das Parteibuch der Sozialisten. Dies sind schon wieder über 1.300 Mitglieder weniger als zum Ende des letzten Jahres. Die meisten Austritte haben immer noch die westdeutschen Verbände zu verzeichnen. Von der rund 2.400 Mitgliedern, die von Januar bis August aus der Partei ausgetreten sind, kamen über 70% aus Westdeutschland. Einsame Spitzenreiter hierbei sind Niedersachsen mit 510 und Nordrhein-Westfalen mit 432 Austritten.

Im Osten hingegen bleibt die Überalterung der Parteibasis weiterhin das grösste Problem. Über 90% der 926 seit Januar verstorbenen Genossen waren in einem der ostdeutschen Verbände organisiert. So beträgt das Durchschnittsalter in Sachsen beispielsweise 68 Jahre. Schon jetzt können auf kommunaler Ebene einige Mandate nicht mehr besetzt werden, weil schlichtweg keine Nachrücker oder Kandidaten mehr zur Verfügung stehen. Besserung dürfte hier noch lange nicht in Sicht sein. Nur 24% der 2.190 Neueintritte bis August konnten in Ostdeutschland gezählt werden. Damit verschiebt sich auch langsam das Kräfteverhältnis zwischen Ost und West. Kamen Ende 2012 noch über 63% aller Mitglieder aus Ostdeutschland, sind es Ende August nur noch rund 62%.
(mb)

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