Offener Brief an Diether Dehm! Wer ist Jürgen „gewisser Herr“?

Lieber Diether,

seit Jahren leitest Du in verschiedenen Funktionen die Geschicke des Landesverbandes Niedersachsen. Als Bundestagsabgeordneter repräsentierst Du die Partei in der Öffentlichkeit. All das bedenkend erscheint es immer wieder interessant, dass Du bei einigen Mitstreitern den Ruf hast, nachdrücklich auch juristischen Beistand heranzuziehen, wenn Du dich in deinen Persönlichkeitsrechten verletzt siehst. Ob das nun immer nötig ist; Das zu beurteilen mag allein Dir vorbehalten sein oder eben auch nicht. Verwunderlich ist jetzt allerdings ein Vorgang, der ganz aktuell über Mailverteiler des, so meine ich mich erinnern zu können, Landesverbandes oder Landesvorstandes, verbreitet wurde. Da hast Du, wenn die Richtigkeit der Mail nicht bestreitbar ist, dem Genossen Ralph T. Niemeyer eine strafbewährte Unterlassungserklärung abgetrotzt. Es ging dabei um ein vermeintliches Interview, gegenüber einem vermeintlichen Herrn, in einem vermeintlichen Magazin des vermeintlichen Herren.

Nun stelle ich mir nicht die Frage, ob der Genosse Niemeyer mit seinen Feststellungen richtig oder falsch lag oder ob Du besagtes Interview dem besagten Herren und seinem Magazin gegeben hast. Dass alles mag so sein, wie Du oder Deine Anwälte dies feststellen. Interessant finde ich nur, wenn ich heuer bei Google deinen Namen, den Namen des gewissen Herren und den Namen des gewissen Magazins des gewissen Herren eingebe, ich immer noch auf ein Interview mit Dir stoße, von dem das gewisse Magazin behauptet, dass Du es dem gewissen Magazin auch gewiss gegeben haben willst (wohlgemerkt im September 2012). Nun gibt es wohl Informationsquellen darüber, dass Du zu Recht hast feststellen lassen, dass sich das gewisse Magazin ggf. zu Unrecht rühmt die ungewisse Ehre gehabt zu haben, mit Dir ein gewisses Interview führen zu dürfen.

Wäre es für Deine politischen Mitstreiter aber nicht beruhigend, wenn Du nochmals – oder erstmals – öffentlich klarstellst was es mit der Sache auf sich hat. Dann wäre es sicherlich auch schön, wenn Du den Mitgliedern deines Landesverbandes mitteilst, was Du gedenkst gegen diejenigen zu unternehmen, die immer noch der Meinung sind ein Interview von Dir veröffentlichen zu dürfen, welches Du aber gerade nicht diesem gewissen Magazin gegeben haben willst, so ich denn jetzt alles richtig verstanden habe. Kannst Du also nachweisen, dass du anstatt Parteimitglieder anzugehen, dich auch juristisch oder politisch darum gekümmert hast, die Quelle dieser Missverständnisse zu beseitigen und dies auch gegenüber dem gewissen Herren und dem gewissen Magazin erklärt hast?

Dies wäre aktuell sehr schön, gerade weil dieser gewisse Herr, in einer gewissen Stadt mittels eines gewissen Magazins eine gewisse Konferenz organisiert hat, die ganz gewiss nicht mit den Idealen einer modernen aufgeklärten Linken zu tun hatte, sondern im ganz und gar konträren Fahrwasser dümpelte.

Nun gehe ich kaum davon aus, dass Du mir auf diesen Brief antwortest. Bekanntlich nimmst Du von mir kein Stück Brot, wohl weniger dann einen guten Rat an. Vielleicht regt aber ein solcher offener Brief Personen dazu an, im Zusammenhang mit deinem letzten juristischen Erfolg Fragen zu stellen, deren Beantwortung sicherlich auch viel über Dein Verhältnis zu gewissen Herren beleuchten möge.

Es grüßt

Juan P. Sanchez Brakebusch

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