Vorstand der hessischen AfD zerlegt sich

Der am vergangenen Samstag in Friedberg frischgewählte Vorstand der hessischen AfD hat seine konstituierende Sitzung nicht überlebt. Wie die Rechtspopulisten am heutigen Tag per Pressemitteilung verbreiten, haben gleich drei der Vorständler die Sitzung am gestrigen Abend aus Protest verlassen und ihre Ämter niedergelegt. Auslöser dafür war, dass der Bundesvorstand den neuen Landesschatzmeister Ziemann noch vor Beginn seiner Arbeit bereits wieder seines Amtes enthoben hatte. In dem sozialen Netzwerk “Facebook” soll Ziemann, so die Begründung für seine Absetzung, Äusserungen veröffentlicht haben, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik in Frage stellen.

Seine Vorstandskollegen Miehlnickel, Bartz und Stammwitz wollten allerdings die Absetzung des Schatzmeisters nicht mittragen. Der verbleibende Restvorstand hat dann aber einstimmig dem Wunsch seines Bundesvorstandes entsprochen. Ein weiterer Parteitag soll nun für den 11. Januar einberufen werden, um den Vorstand wieder zu komplettieren. Der Landesverband wurde ohnehin bereits bis zum letzten Samstag von einem Notvorstand geleitet, nachdem die schon im November geplante Vorstandswahl aufgrund chaotischer Zustände auf dem Landesparteitag gescheitert war. Im September bei der Landtagswahl erzielte die AfD in Hessen noch ein Ergebnis von 4%, auch bundesweit liegen die Eurokritiker weiterhin zwischen 4 und 5%.
(mb)

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