Martin Schirdewan setzt sich in Stichwahl um Platz 8 durch

1920838_255403001296064_1981875232_oDie Vertreterversammlung hat Martin Schirdewan auf den achten und damit vermutlich letzten aussichtsreichen Listenplatz gewählt. Mit der Besetzung dieses Listenplatzes ist die Luft raus dem Parteitag. Zwar haben sich die “Strippenzieher” aus den Ostverbänden weitgehend durchgesetzt. Die Nichtwahl von Heilig ist jedoch mehr als nur ein kleiner Rückschlag für die reformpolitischen Netzwerker, denn Heilig war auch inhaltlich der profilierteste Forumssozialist. Es bleibt fraglich, ob sich in der Gesamtbetrachtung der Hamburger Parteiberatungen eine Seite wirklich als Sieger fühlen darf. Zwar trägt das Programm nun eine reformpolitische Handschrift. Gleichzeitig ist in Bezug auf den Machtkampf in der Partei keine Entscheidungstendenz erkennbar. Wagenknecht war es bereits am Samstag auf dem Programmparteitag gelungen den Kopf aus der Schlinge einer drohenden politischen Niederlage zu ziehen. Mit der Wahl De Masis hat sie gezeigt, dass bei Personalentscheidungen, die ihr wirklich wichtig sind (sie hatte nur für De Masi interveniert), auch die geballte Abstimmungsmacht der östlichen Landesverbände, bzw. deren Delegationsführer, nicht ausreicht um ihre Dominanz auf Parteitagen zu brechen. Ob Wagenknecht überhaupt durch Stellvertreterkriege aus der Ruhe zu bringen sein wird, dürfte eine der Fragen dieser Parteitagung bleiben.

Auf Potemkin erscheint am Montag eine längere Einschätzung zum Parteitag und der Vertreterversammlung.
(jpsb)

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