“Frieden schaffen ohne Rothschild? – Das braune Gift der Querfront” am 18. Juni 2014 in Hannover

Das Forum demokratischer Sozialismus in der Partei Die Linke Niedersachsen und Hannover freut sich am 18.6.2014 Frau Dr. Jutta Ditfurth und Herrn Dr. Utz Anhalt in Hannover begrüßen zu können.

Die Veranstaltung „Frieden schaffen ohne Rothschild? – Das braune Gift der Querfront“ beschäftigt sich kritisch mit dem Phänomen der sog. Montagsmahnwachen für den Frieden. In Hannover und in anderen niedersächsischen Kommunen finden seit Wochen öffentliche Treffen statt, die vermeintlich an die Friedensbewegung anknüpfen wollen. Bei genauerem Hinsehen geht es aber um eine Generalabrechnung mit dem „System“, welche in einer verkürzten Kritik weltgesellschaftlicher Ereignisse zuspitzt. Inwiefern diese Verkürzungen zu einer gewollten oder ungewollten Anschlussfähigkeit zu den alten und neuen Protagonisten rechter Politik führen, werden Jutta Ditfurth und Utz Anhalt in unserer Podiumsdiskussion erörtern bzw. kritisch hinterfragen.
Wir laden die örtlichen Pressevertreter zu unserer Veranstaltung herzlich ein.

Ort: Conti Campus (Hochhaus), 14 OG, Königsworther Platz 1, 30167 Hannover
Zeit: 18. Juni 18.00-21.00 Uhr
Eintritt frei

Aus der Veranstaltungsankündigung:
Frieden schaffen ohne Rothschild? – Das braune Gift der Querfront

Sie sagen statt Juden Zionisten. Sie brüllen „Nicht rechts, nicht links, sondern vorn“ und treten in die Schaftstiefel von Strasser. Sie zitieren die Dimitroff-These vom „Faschismus als Diktatur der chauvinistischsten Teile des Finanzkapitals“, verorten diesen bei der jüdischen Familie Rothschild und schmuggeln so die NS-Ideologie ein mit Hilfe eines Antifaschisten. Rechte Demagogen locken Gutwillige auf „Friedensdemos“ für Putins völkisches Eurasien, gegen Zins, amerikanische Notenbank und andere „Volksfremde“. Mal leugnen sie den Holocaust, mal schieben sie ihn dem „angloamerikanischen Finanzkapital“ in die Schuhe – bei „bestimmten Kreisen“ weiß dann jeder Antisemit, was gemeint ist.

Klingt verwirrend? Die einen sind verwirrt und wollen Frieden; die zweiten wittern Verschwörung; die dritten erklären den Verwirrten, dass hinter der Verschwörung – na, wer wohl- steckt.

Und die Linken? Nazis in der Ukraine und Russland, NSA, Wikileaks? Alles verpennt. Die einen halten nach vierzig Semestern Adorno die Empörten sowieso für einen regressiven Mob; die anderen sehen Stimmvieh davon laufen und gießen roten Leim auf die braune Scheiße.

Jutta Ditfurth, Autorin, Soziologin, politische Aktivistin und Stadtverordnete in Frankfurt/M. für ÖkoLinX-ARL klärt seit langem auf über die neue Rechte und brachte die Kritik an der Montags-Querfront ins Rollen. Ein Shitstorm antisemitischer Tiraden und Holocaust-Leugnungen bestätigt, dass sie richtig liegt. Neue Friedensdemos grenzen sich klar ab von den braunen Verschwörungs-Heinis. Jutta Ditfurth erörtert den Hintergrund der Montags-Querfront, den Verlauf der Kampagne und die Frage, was humanistische Linke daraus lernen können.

Dr. Utz Anhalt, Historiker und Politologe, zeigt den „Sozialismus der dummen Kerle“ (August Bebel über den Antisemitismus) als Kitt der Querfront zwischen National-Stalinisten und Nationalsozialisten, die Codes der Neuen Rechten – und warum „Kritik“ an „raffgierigen Rothschilds“ schlimmer ist als gar keine Kapitalismus-Kritik.

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