Pleite für Dehm & Co.: Delegiertenwahlen der Linken in Hannover müssen wiederholt werden

Die Delegiertenwahlen des Kreisverbandes Hannover zum Landesparteitag der Linken in Niedersachsen müssen wiederholt werden. So entschied es, wie jetzt bekannt wurde, die Schiedskommission des Landesverbandes in der vergangenen Woche. Ein Mitglied der Wahlkommission hatte die Wahl angefochten. Gerügt wurde ein Verfahrensfehler, der nach Angaben des Parteigerichts so schwerwiegend war, dass die gesamten Wahlen wiederholt werden müssen.

Der Sieg der Unterstützer des Bundestagsabgeordneten Dehm und der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Dittrich (Antikapitalistische Linke) wird damit defacto entwertet. Es bleibt fraglich, ob bei den Mitgliedern des Kreisverbandes noch einmal die billige Demagogie fruchtet, dass die Kritiker Dehms samt und sonders Bellizisten seien. Unter anderem wurde seitens des Umfeldes der trotzkistischen Splittersekte Marx 21 zur letzen Versammlung mit der Stimmungsmache mobilisiert, dass sich ein Bündnis von Kriegsbefürworten gegen Dehm organisiert hätte.

Das vorbereitete Tableau der zu wählenden Mitglieder wurde euphemistisch als Friedensliste tituliert, wie gut informierte Mitglieder aus der Versammlung und den Vorbereitungssitzungen zu berichten wussten. Eine bewusste Verfälschung der politischen Ausgangslage im Verband. Der amtierende Kreisvorstand hat für den 5.2.2015 zur Wiederholung der Wahl eingeladen.
(jpsb)

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