Zu den Uni-Wahlen in Hannover 2015: Das Scheitern der „Rudi-Dutschke-Gedächtniszwerge“

Auch im Jahr 2015 war die Studentenschaft der Leibniz Universität Hannover dazu aufgerufen die Vertreter der studentischen Selbstverwaltung und der akademischen Mitbestimmung zu wählen. Die Partei DIE LINKE wurde dabei durch ihre örtliche Hochschulgruppe vertreten. Selbige wurde angeführt von ihrem Spitzenkandidaten Johannes Esbjörn Drücker. Seines Zeichen Mitbewohner des Dehm Mitarbeiters und Marx21-Aktivisten Oliver Klauke.

Dass nun, die voll auf den eingetretenen Mahnwichtelpfad des niedersächsischen Bundestagsabgeordneten Dehm wandelnde Hochschulgruppe, bei den vom 12. bis zum 16. Januar abgehaltenen Wahlen, gerade einmal 30 Stimmen von über 25.000 studierenden Wahlberechtigten an der Universität für sich gewinnen konnten, zeigt die komplette Isolation dieser Truppe in Hannover (zum Vergleich: Jusos über 600 Stimmen). Ein weiterer Protagonist dieser schweren Niederlage, Ali Berk, ist Nutzern der Facebook-Gruppe des Landesverbandes als wortreicher Kämpfer für die Sache der Unterdrückten ebenfalls wohlbekannt. Wer seinen und Drückers blumigen Ausführungen zu einer Welt von Morgen mit dem Personal von Gestern lauscht, meint, dass sie die Postulationsfähigkeit für die Weltrevolution praktisch mit der Muttermilch aufgesogen hätten. An der Uni scheint ihr Einfluss dagegen eher jämmerlich und klein zu sein. Mit gerade 9 Stimmen steuert Berk aber immerhin das zweitbeste Ergebnis der Liste zum desaströsen Abschneiden bei.

Drücker, ein nunmehr als wenig erfolgreicher Zugang zur Hochschulgruppe demaskierter Streiter fürs linke Lebensgefühl, hatte ja bereits auf Facebook mit Zitaten wie „Fuck Israel – enjoy Intifada“ den Verfall akademischer Potential angedeutet und damit berechtigterweise die Bündnisfähigkeit im studentischen Milieu nunmehr auf neue Tiefen getrieben.

Dass dieser revolutionäre Minihomunkulus einer ernstzunehmenden Hochschulgruppe dabei noch den Namenszug SDS tragen darf, sollte zu denken geben. Wichtiger wäre, dass der politische Inzest dieser Truppe alsbald beendet wird und sich an der Hochschule linke Themen umgehend mit ernstzunehmenden Personal in Verbindung bringen lassen.
(twak)

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