Seit 2009 auf Talfahrt: Keine 60.000 Genossen mehr!

Während die in Ost und West wahlkämpfenden Spitzengenossinnen und –genossen der Partei von der Verankerung der Partei in Städten, Dörfern und Betrieben träumen, offenbart die krude Realität etwas anderes.

Seit dem Höhepunkt in der Mitgliederentwicklung im Jahre 2009, mit damals 78.046 Mitgliedern, hat die Partei nach den jetzt veröffentlichten Zahlen keine 60.000 Mitglieder mehr. Der Wert ist zum Stichtag auf überschaubare 58.989 registrierte SozialistInnen gefallen. Dabei setzte sich der Trend fort, dass die Partei den Großteil der Mitglieder (rund 1.500 Abgänge) in den östlichen Verbänden verliert.

Da sich der Zulauf auch im Westen in Grenzen hielt, konnten vereinzelte Zuwächse in einigen Verbänden der alten Bundesländer den Abwärtstrend nicht stoppen, jedoch etwas verlangsamen. So fällt dennoch etwa der thüringische Landesverband von Ministerpräsident Ramelow mit aktuell 4.767 Mitgliedern erstmals unter die magische 5000er-Marke. Aber auch im Westen haben Verbände wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit weiter sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen.

Etwas über 35.000 Parteigängern im Osten stehen nunmehr 23.000 Sozialisten im Westen gegenüber. Für die Entwicklung der Bundespartei lässt dies eine weitere Radikalisierung als reines Oppositionsprojekt erahnen. Faule Burgfriedenpolitik von Pseudoreformern inklusive. Deren Spielraum im Machtgefüge der Partei schwindet mit den Mitgliedern von Jahr zu Jahr.
(jpsb)

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