FC Linke(s) Leipziger Flügelschlacht: Ein Spielbericht

Wir berichten über das Spiel des FC Linke aus Leipzig. Der interne Mannschaftswettbewerb dient der Feststellung welcher Teil des Teams in Zukunft im bundesdeutschen Politfußball gegen die anderen Parteimannschaften antreten darf.

Strategische Ausgangslage:

Team Kipping setzt ganz auf die Taktik als Parteivorsitzende die Schutzbefohlene der eigenen Fans zu sein. „Löwenmutterinstinkte würden in ihr geweckt, wenn die Partei ungerechtfertigt von eigenen Spielern angegriffen werden würde“. Die Sportpresse nimmt derartige Selbstskizzierungen dankbar auf, auch wenn diese von einer Spielerin ausgesprochen werden, die eher die Ausstrahlung eines Wellensittichs besitzt. Derweil übernimmt Co-Trainer Bernd draußen das Aufwärmen mit den Jungs.

Team Sahra hält die eigene Aufstellung bis zum Ende des Parteitages geheim. So wird erst im letzten Drittel die Frage geklärt, ob Sahra in Zukunft mit einer ganz eigenen Mannschaft auf einem ganz anderen Spielfeld antreten will. Um es vorweg zu nehmen: Vorerst zumindest noch innerhalb des FC Linke.

Wichtigste Supporter des Kicks:

Für Team Katja unterstützt Gregor Gysi. Günstiger Einkauf. „Es geht gegen Sahra, da bin ich dabei“ sollen seine Worte im Vorfeld gewesen sein.

Team Sahra: Keiner hat sich getraut…

Spielverlauf:

Team Katja spielt zunächst auf. Die Delegierten beklatschen sich dafür, dass Die Linke offene Grenzen gut findet. Ob für alle, ein paar oder gar keine Migranten bleibt aber so offen, wie es die Grenzen nicht sind. Das riecht etwas nach Abseitstor.

Guter Konter des Teams Sahra. Katja wird mit einem Andrea-Nahles-Gedächtnisergebnis ohne Gegenkandidatin zur neuen und alten Spielführerin gewählt. Eine gefühlte Niederlage.

Katja bleibt am Ball, kann ihren Libero fürs Gesamtteam durchsetzen. „Nimm das Tempel“.

Zum Ende des Parteitages greift Sahra den Ball nochmal auf. Gefällig werden die Fahnenstangen, „wir kämpfen gemeinsam“, „Trump doof, Putin toll“ und „Klassenkampf“ umspielt. Doch da ein Stolperer. Trunken von der eigenen Ballmagie strauchelt Sahra an der „Multikultistange“.

Jetzt dürfen nochmals die Fans ihre Gesänge skandieren. „Kämpfen“, „Klassenstandpunkt“, „Sahra zerlegt die Partei“, „Katja ist böse“. Ewig grüßt das Parteimurmeltier.

Das Spiel endet unterschieden.

Nervigste Fans:

Delegierte, die in ständiger Selbstempörung allen das Gefühl geben, dass auf diesem Parteitag das Ende des Kapitalismus beschlossen wurde.

Spruch des Spieltages:

„Den verhungernden Kindern in Afrika helfen offene Grenzen nicht“. Klares Foul vom Team Sahra.

Eigentor der Begegnung:

Wieder Sahra: „Diffamierungen sind total doof, übrigens wer nicht meiner Meinung ist, der ist voll neoliberal“….

Ach ja, bevor dieser Spielbericht endet noch dies: Es handelte sich um ein Spiel in der Kreisklasse der Gegner des bourgeois-kapitalistischen Gesellschaftsmodells. Fortsetzung dieser peinlichen Inszenierung nicht nur nicht unwahrscheinlich, sondern leider auch garantiert.

Harry „jpsb“ Valérien

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