Wollen wir wieder “Auferstehen aus Ruinen”, oder doch besser “Mal eben die Welt retten“?

Der Finanzmarkt und die globale Weltwirtschaft stecken (mal wieder) in der Krise.

Da hört man aus Linken Kreisen (mal wieder): “Das ist unsere große Stunde! Lasst uns auf den Ruinen des Kapitalismus eine neue Welt bauen!”

Woher nimmt man eigentlich die Gewissheit, “wir” wären die Auserwählten, die die “Massen” rufen werden, um diesen Job zu erledigen? Die ist ein unverantwortliches Glückspiel, neben dem das Zocken der Banker und Börsen wie Kinderspiel aussehen. Bei einem Zusammenbruch der globalen Wirtschaft wird ein Chaos herrschen, in dem (wie nach Weimar) die braunen Rattenfänger vom Volk gerufen werden, die dann die Welt erst richtig “in Klump” hauen werden.

Mit Slogans wie: “Macht kaputt, was euch kaputt macht!” kann man bei Demos punkten, aber keine Lösung der Probleme erreichen. Die “Lust am Untergang” wird schon vergehen, wenn kein Strom mehr aus der Steckdose kommt, das Waschbrett (wenn noch vorhanden) aus dem Keller geholt wird und der Supermarkt nebenan dichtgemacht hat. Aber Manchen wird ja die “Rote Sonne” als einzige erneuerbare Energie genügen!

Wir haben uns entschieden eine Partei zu sein, die im Wettstreit mit anderen um parlamentarische Mehrheiten ringt. Wir propagieren eine sozialistische Gesellschaft mit gerechten und friedlichen Verhältnissen. Hierzu müssen wir kompetente politische Konzepte entwickeln, die Fehlentwicklungen, wie Raffgier des Kapitals, Ausbeutung abhängig Beschäftigter, Militarisierung der Außenpolitik usw. überwinden können.

Hierfür gilt es Mehrheiten zu erringen!
(Und sich immer wieder neu bestätigen zu lassen!)

Karl-Anton Plass

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