Bundespräsident muss noch warten

Während sich der “Der Spiegel” anhand von fünf naheliegenden Themen darüber Gedanken macht, was eine Rot-Rot-Grüne Koalition verhindert, zeigt Die Linke, dass sie schlichtweg schon an ganz banalen Alltagsdingen auf dem Weg zur Regierungsbank ins Trudeln geraten kann. Für diese Woche hat Bundespräsident Gauck die Spitzen der im Bundestag vertretenen Parteien eingeladen, um mit ihnen über den Ausgang der Wahl und Möglichkeiten zur Regierungsbildung zu sprechen. Traditionell treten die Akteure getrennt und sortiert nach ihrer Stärke im Bundestag an. Die nunmehr drittstärkste Fraktion der Sozialisten wäre danach an diesem Mittwoch, nach der Union am Montag und der SPD am Dienstag, an der Reihe gewesen. Allerdings ging die Einladung des Bundespräsidenten irgendwo in der Doppelspitze der Linken verloren. Linkenchef Riexinger war wohl eher damit beschäftigt weiterhin über Gesetze und die Implosion der Sozialdemokratie zu phantasieren und seine Co-Vorsitzende Kipping ist mit der Vorbereitung wichtiger Mitgliederentscheide bei SPD und Grünen ausgelastet. Gauck trifft sich daher erstmal mit den Grünen, die trotz Rücktritten an der Spitze wenigstens noch ihre Termine überblicken, und bittet dann am Freitag die zeitplanungstechnisch herausgeforderte Linken-Spitze zum Wochenausklanggespräch.
(mb)

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