NRW-Linke fordert “Sonne, Mond und Sterne” statt Sankt-Martin

Hatte der Landesvorsitzende der Linken in Nordrhein-Westfalen noch vor wenigen Wochen den Rücktritt aller FDP-Minister der geschäftsführenden Bundesregierung gefordert, widmet sich Rüdiger Sagel nun dem Kampf gegen überkommene Traditionen. Laut einem Bericht der “Rheinischen Post” sollen die Kitas in NRW künftig darauf verzichten das Sankt-Martins-Fest zu feiern. Stattdessen, so Sagel, könne man ein “Sonne-Mond-und-Sterne-Fest” feiern, denn “in vielen NRW-Kitas gibt es einen hohen Anteil von muslimischen Kindern”. “Ihnen sollte man die christliche Tradition nicht aufdrängen”, fordert Sagel weiter. Allerdings findet auch Sagel, dass es richtig sei, “den Mantel zu teilen und den Armen zu helfen”.

Der Vorstoss Sagels sorgt nicht nur bei den im Düsseldorfer Landtag vertretenen Parteien für Unverständnis. Auch in der Linken sieht man das Sankt-Martins Fest deutlich entspannter, als der Landesvorsitzende der seit letztem Jahr nicht mehr im Landtag vertretenen NRW-Linken. Im “Kölner Stadt-Anzeiger” weisst Raju Sharma, Schatzmeister der Bundespartei und ehemaliger religionspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, den Wunsch Sagels nach einem “Sonne-Mond-und-Sterne-Fest” zurück. “Die Kinder haben Spaß daran, den Umzug zu machen. Ich bin jahrelang Laterne gelaufen, selber als Kind und mit meinen Kindern. Ich habe mit dem christlichen Bezug kein Problem.”, so Sharma.
(mb)

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