Linke in Berlin legt deutlich zu

Erstmals seit Dezember 2008 liegt Die Linke in Berlin in einer Umfrage wieder vor den Grünen und wäre damit drittstärkste Kraft im Land. Dies hat Infratest-dimap für die aktuelle Sonntagsfrage des rbb ermittelt. Danach würde Die Linke, die 2011 nach zehn Jahren aus der Rot-Roten Regierungskoalition abgewählt worden war, nun auf ein Ergebnis von 17% kommen. Das sind drei Prozentpunkte mehr im Vergleich zur Umfrage im September und fast sechs Prozentpunkte Zuwachs im Vergleich zum Ergebnis der letzten Abgeordnetenhauswahl im September 2011.

Stärkste Kraft bei den Wahlen wäre derzeit die CDU. Sie kann drei Prozentpunkte zulegen und kommt auf 29%. Die mit ihr in einer Grossen Koalition regierende SPD verliert hingegen drei Prozentpunkte und liegt nun bei 26%. Die Grünen, die bei der Wahl 2011 noch über 17% erreichten, liegen aktuell bei 16%. Für die Piraten, die 2011 mit 8,9% erstmals in das Abgeordnetenhaus einziehen konnten, würden nur noch 3% der Wähler stimmen. Deutlich hingegen der Zuwachs für die rechtspopulistische AfD, sie kann ihren Wert auf 4% verdoppeln. Die FDP, die 2011 mit 1,8% klar den Wiedereinzug in das Abgeordnetenhaus verpasste, wird unter den 12% für die sonstigen Parteien nicht mehr gesondert aufgeschlüsselt.
(mb)

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2 Responses to Linke in Berlin legt deutlich zu

  1. roskar sagt:

    was man aus dem berliner landesverband hört, hebt sich nun deutlich und positiv von dem ab, was man vom hiesigen lv hört, ab. und zeigt, dass eine partei links von der spd ihr “publikum” findet, so sie pragmatisch agiert.
    links und pragmatisch schließt sich nämlich keinesfalls aus, auch wenn dies die medien mit blick auf die westlinken, und diese selbst auch, ausschließen.

  2. Peter sagt:

    … dahinter verbirgt sich kontinuierliche, eigenständige, basisorientierte Arbeit, die sich mittlerweile auf eine Stammwählerschaft, frei von reinen Protestwählern, ( die eher “vagabundieren”) stützen kann. Außerdem werden die geschaffenen Weichenstellungen aus Regierungszeiten sichtbar, es werden zukunftsorientierte Themen benannt und Lösungsvarianten – in Diskussionsprozessen- angesprochen.

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