Potemkin wünscht Frohe Weihnachten

1667527586Und wieder geht ein Jahr zu Ende. Und wie in jedem Jahr wechselten sich auch in 2013 Höhen und Tiefen miteinander ab. Die Krise des Kapitalismus ist immer noch nicht überwunden, die Revolution steht aber trotzdem weiterhin nicht auf der Tagesordnung. Die Linke, die uns im Rahmen unseres Blog besonders am Herzen liegt, suchte auch in diesem Jahr weiterhin ihren Weg zwischen Reform und Radikalität. Wahlen gingen, wie in Niedersachsen, verloren, wurden, wie in Hessen, knapp gemeistert oder brachten gar, wie im Bund, der Partei die Rolle des Oppositionsführers im Angesicht einer erdrückenden Grossen Koalition des politischen Stillstands.

Fast schon als verfrühtes Weihnachtsgeschenk öffnete die SPD sogar ein kleines Stück das Türchen für eine zukünftig mögliche “linke” Mehrheit unter Einschluss der Sozialisten. Während die Grünen für sich selbst Tür, Tor und ideologische Mauern einrissen, um die politische Farbenlehre dauerhaft mit einer Schwarz-Grünen Facette zu bereichern. Das nächste Jahr dürfte daher nicht weniger, sondern mehr Aufgaben für die Politik im Allgemeinen und Die Linke im Besonderen bereithalten.

Im Mai sind Europawahlen zu bestreiten, dafür wird Die Linke in nur wenigen Wochen bereits die Weichen stellen müssen. Und dabei erstmals zu beweisen haben, ob mit ihr und durch sie tatsächlich eine tragfähige Mehrheit links der Mitte denkbar ist. Zudem stimmen im Mai die Bürger in neun Bundesländern in Ost und West über die Zusammensetzung ihrer Kommunalvertretungen ab. Und ab dem Spätsommer lässt sich dann in Sachsen, Thüringen und Brandenburg testen, ob SPD und Linke in der Lage sind miteinander Politik auf Dauer zu gestalten und nicht nur darüber zu lamentieren, wie es wäre, wenn es möglich sein könnte.

In eigener Sache sind wir sehr zufrieden mit der Entwicklung unseres kleinen publizistischen “Panzerkreuzers”, wie er so liebevoll von denen genannt wird, die ihn angeblich gar nicht lesen. Denen hingegen, die ihn lesen, möchten wir für ihre Treue und vor allem auch ihre rege Beteiligung danken. Unser Projekt lebt, wie auch die Politik selber, davon, dass Kommunikation stattfindet, man Argumente und Ideen austauscht, gelten lässt und über seine eigene Position und die der Anderen kritisch nachdenkt. In diesem Sinne wünschen wir all unseren Lesern und ihren Angehörigen frohe, besinnliche und ruhige Festtage. Und einen guten Rutsch in ein spannendes, arbeitsreiches und vielversprechendes Jahr 2014.

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