Linke schrumpft auf knapp 64.000 Genossen

Der Mitgliederschwund bei der Partei Die Linke hat sich auch 2012 fortgesetzt. Nur noch 63.741 Genossen können die Sozialisten zum Ende des Jahres 2012 als Parteimitglieder zählen. Damit ist die Partei im Vergleich zum Vorjahr um über 8% geschrumpft. Allein in Nordrhein-Westfalen ist die Mitgliederzahl innerhalb von nur 12 Monaten um fast 16% von 8.123 auf 6.827 gesunken. In den östlichen Verbänden liegen die Verluste bei 7%, in den westlichen Bundesländern bei 10%. Mit immer noch knapp 2/3 aller Mitglieder konnten die ostdeutschen Landesverbände damit ihre strukturelle Mehrheit in der Partei behaupten. Dies dürfte eine wichtige Vorentscheidung für die Zusammensetzung der auf dem Parteitag 2014 neu zu wählenden Führungsgremien bedeuten. Offiziell sollen die Zahlen in Kürze vom Parteivorstand veröffentlicht werden.
(mb)

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7 Kommentare zu Linke schrumpft auf knapp 64.000 Genossen

  1. Hans-Georg sagt:

    Ich habe heute meine Einladung zur Landesfinanzkonferenz erhalten. Darin stand geschrieben daß wir bis 2020 nur noch über 65% der jetzigen Mittel verfügen werden. Neue “Ideen zur Mitgliedergewinnung” sind gut und schön. Die beste Mitgliederwerbung ist eine attraktive PDL.
    Davon ist die PDL im Moment wohl meilenweit entfernt. Trotz aller Schönrederei der Obrigkeiten in Berlin. So blöd sind die Leute doch auch nicht daß sie nicht mitbekommen daß es in der PDL mancherorts wie bei “Dallas” zugeht. Dinge wie die Auseinandersetzungen um die BO Stralsund die teilweise vor Gericht ausgetragen wurden oder die Machtspielchen im Landtagswahlkampf in Niedersachsen bekommen Außenstehende doch auch mit.

  2. Hans-Georg sagt:

    Das dürfte auch mit an den Basisorganisationen selbst liegen. Die Meinungshoheit liegt bei nicht wenigen in der Hand von Alt-Genossen. Neulinge sind erstmal als Plakatekleber und Infomaterialverteiler willkommen, die Richtung der Diskussionen wird von den “Platzhirschen” bestimmt.

  3. Wolfgang Menzel sagt:

    Im Osten dünnt sich die Linke schleichend aus, weil sich die Gewinnung von neuen Mitgliedern als schwierig erweist. Dieser Sachverhalt wird von den meisten geteil. Im Jahr 2007 hatte DIE LINKE im Landesverband
    Sachsen-Anhalt über 6000 Mitglieder, heute sind es knapp über 4600. Vom einem biologischen Prozeß möchte
    ich aus humanitären Gründen nicht sprechen. Diese Zahlen sind bereinigt von Karteileichen und jenen die über
    6 Monate keinen Betrag bezahlt haben. Auch wenige Austritte prägen das Bild der Linken im LV Sachsen-Anhalt.
    Das begrenzte Denken und Handeln (aber wie) in Ämtern und Mandaten erleichtert die gegenwärtige Lage leider auch im Osten nicht. Wer gibt noch Impulse??
    Man arbeitet zur Zeit an dem beschlossen Konzept für die künftige Mitglieder-und Personalentwicklung.

  4. Frank sagt:

    Und wenn man sieht, dass im Westen der Frauenanteil zwischen 20% und 30% bleibt, scheint die angeblich sichtbarmachende, mobilisierende Wirkung der Frauenquote nicht besonders zu greifen. Da sind die Ostfrauen mit
    40%-50% deutlich aktiver…. .

  5. balsam sagt:

    ….an der Meinung/ Feststellung ist was dran… wenn sie auch nur einen ( wesentlichen) Teil beleuchtet….

  6. Linda sagt:

    @sonicht
    Das Geschwätz ist damit nach wie vor gültig.
    Im Osten wird weiterhin weggestorben, ohne das was nachkommt, im Westen laufen sie noch weg (wahrscheinlich, weil sie es noch können).

  7. sonicht sagt:

    damit ist mit dem geschwaetz schluss die partei sterbe im osten aus!

    die zahlen zeigen eindeutig: das geplante vertreiben von potentiellen konkurrenten an den fressnaepfen im westen toppt selbst die hohe sterbequote. dauert nicht mehr lang bis im westen der letzte das licht ausmacht! beeindruckend wie die westlinken wirklich alles zerstoert haben.