Piraten auf Grund

Bei den Piraten, einst fast zweistellig im Bund gehandelt, schien in letzter Zeit Flaute zu herrschen. Jetzt takelt Parteichef Schlömer wohl endgültig ab. “Uns fehlt die Kraft und die Motivation für den Wahlkampf”, sagte er TAZ. Kurz vor dem Parteitag in Neumarkt wird er damit für weitere Selbstbeschäftigung der Freibeuter sorgen. Der Einzug in den Bundestag dürfte für die Piraten, die derzeit in einigen Umfragen schon nicht mehr geführt werden, ohnehin unerreichbar sein.

Der scheidende Geschäftsführer Ponader macht für die Probleme der Piraten hauptsächlich ihre Kommunikationsform verantwortlich. “Wir hätten uns in der Partei auf diese Hartz-IV-Debatte vorbereiten müssen, wir hätten besser kommunizieren müssen, nicht immer über Twitter”, wird er in der TAZ zitiert. Ponader, der selbst auch in der Kritik steht und für den in Neumarkt ein Nachfolger gewählt werden soll, sieht auch Fehler bei sich selbst. Da er sich ausgebrannt fühle, werde er aber erst mal Urlaub machen und dann weiter für die Partei aktiv sein.
(mb)

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