Kaufmann will wieder nach Brüssel

Die frühere Europaabgeordnete der Linken, Sylvia-Yvonne Kaufmann, will 2014 für die SPD zurück nach Brüssel. Presseberichten zufolge will sich die in Berlin-Lichtenberg aktive Kaufmann um den Listenplatz der nicht mehr für das Europaparlament kandidierenden Berlinerin Dagmar Roth-Behrendt bewerben. Ihr eigener Kreisverband unterstützt nach Aussagen des Lichtenberger Kreischefs Ole Kreins ihre Bewerbung. Allerdings wird sie sich gegen einen starken Gegenkandidaten durchsetzen müssen. Philipp Steinberg, der Vizevorsitzende des Landesverbandes und finanzpolitische Referent beim SPD-Parteivorstand, will sich ebenfalls auf den vakanten Platz der Bundesliste bewerben.

Kaufmann war von 1999 bis 2009 für die Linkspartei im Europaparlament und von 2004 bis 2007 sogar dessen Vizepräsidentin. Nachdem sie bei der Aufstellung für die letzte Wahl 2009 keine Berücksichtigung mehr fand, hatte sie Die Linke im Mai 2009 verlassen und trat zur SPD über. Innerhalb der Linken stand sie unter anderem wegen ihrer Bejahung des Inhaltes der geplanten EU-Verfassung in der Kritik. Bei der Pressekonferenz mkt Franz Müntfering anlässlich ihres Übertritts zur SPD warf sie der Linken deshalb auch vor, dass sie sich mit ihren Nein zum Lissabonner Vertrag “endgültig einbetoniert” habe und ein “Haufen von Sektierern” sei. Sollte Kaufmann tatsächlich einen Listenplatz erhalten, wäre sie die erste ehemalige Mandatsträgerin der Linken, die bei der SPD eine nennenswerte parlamentarische Zweitkarriere macht.
(mb)

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