Rheinland-Pfalz: CDU legt zu, Linke stürzt weiter ab

Infratest-dimap hat in Rheinland-Pfalz für den SWR aktuelle Zahlen zur Sonntagsfrage erhoben. Die CDU wird dabei auf Bundes- und Landesebene als stärkste Partei gesehen. Bei der Bundestagswahl würden 45% der Rheinland-Pfälzer für die CDU stimmen. 2009 waren es noch 35%. Die SPD liegt danach bei 30% (2009: 23,8%). Mit 10% würden die Grünen ihr 2009er Ergebnis von 9,7% halten können. Die FDP, die 2009 noch bei 16,6% lag, wird jetzt bei 5% gesehen. Auch Die Linke dürfte bei den Bundestagswahl kräftig verlieren. Für die Sozialisten, die mit ihren Landesvorsitzenden als Spitzenkandidaten antritt, ermittelt Infratest-dimap nur noch 2%. Zur letzten Bundestagswahl lag die Partei noch bei 9,4%.

Ähnlich sieht Infratest-dimap auch die Werte für die Sonntagsfrage zur Landtagswahl. Hier löst die CDU mit 43% die SPD als stärkste Kraft ab. Für die Sozialdemokraten, die 2011 mit 35,7% die Wahl noch knapp gewinnen konnten, würden jetzt nur 34% der Wähler stimmen. Auch ihr Koalitionspartner, die Grünen, muss herbe Verluste hinnehmen. Statt 15,4% würden sie nur noch 10% erreichen. Die FDP würde mit 3% (20011: 4,2%) weiterhin nicht im Mainzer Landtag vertreten sein. Die Linke, deren Landesverband aufgrund finanzieller Nöte ohnehin kaum noch arbeitsfähig ist und von der Berliner Zentrale verwaltet werden muss, würde nur noch auf 2% kommen. Und damit einen weiteren Prozentpunkt im Vergleich zum schon schlechten Ergebnis von 2011 verlieren. Selbst die Piraten werden mit 3% noch vor der Linken gesehen.
(mb)

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Manuel Böhm

Jahrgang 1970. Lebt seit Oktober 2024 auf Malta, davor in Göttingen, Hannover und Berlin. Bis 2005 Mitglied der SPD. Danach Eintritt in die WASG, dort Mitglied des Kreisvorstandes bis 2006. Mitarbeit im Bündnis für Soziale Gerechtigkeit zur Kommunalwahl 2006 als breite linke Alternative zum PDS-dominierten Linksbündnis. Nach Gründung der LINKEN in 2007 Übernahme von Funktionen auf Ebene seiner Basisorganisation. Austritt aus der Partei Die Linke mit seinem Wegzug aus der Bundesrepublik.

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Ein Kommentar

  1. Es zeigt sich einmal mehr, dass die Linke im Westen zur Splitterpartei geworden ist. Das halbwegs stabile Ergebnis auf Bundesebene scheint zwei Dingen geschuldet. Einmal der Tatsache, dass die Linke als „Friedenspartei gilt und Syrien zu Recht beunruhigt. Zum anderen dem Osten, wobei hier dem aufmerksamen Potemkinken nicht entgangen sein kann, dass der Osten ergebnismäßig für die Linke auch nicht mehr das ist, was er mal war Die Linke hat allen Grund sich zu sorgen, egal wie das Ergebnis am 22. ausfällt. Bayern wird hierbei möglicherweise zum Scharfrichter, denn dieses Ergebnis wird von der SPD genutzt werden, um auf die Unsinnigkeit einer Stimmabgabe für die Linke hinzuweisen.
    The days after werden zeigen, wohin die Reise geht. Optimistisch bin ich nicht.

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